Projekt Märchen
Die Wahrheit und das Märchen
Die Wahrheit ging durch die Straßen der Stadt, ganz nackt, wie am Tage ihrer Geburt. Kein Mensch wollte sie in sein Haus lassen. Jeder, der sie traf, flüchtete voller Angst vor ihr. Da war die Wahrheit betrübt und verbittert.
Als sie eines Tages wieder einmal in Gedanken versunken durch die Stadt ging, begegnete sie dem Märchen. Das Märchen war geschmückt mit prächtigen Kleidern, die jedes Auge erfreuten und jedes Herz entzückten. „ Sag mir Freundin“, fragte das Märchen die Wahrheit, „warum bist du so betrübt?“
Da antwortete die Wahrheit:“ Mir geht es schlecht, ich bin alt, kein Mensch will mich kennen, keiner mag mich.“
Doch das Märchen entgegnete ihr:“ Nicht weil du alt bist, lieben dich die Menschen nicht.
Auch ich bin sehr alt, und je älter ich werde, desto mehr lieben mich die Menschen.
Siehe, ich will dir das Geheimnis der Menschen enthüllen: Sie mögen es, wenn jemand geschmückt ist, schön gekleidet und hübsch anzusehen. Ich werde dir solch herrliche Kleider borgen, mit denen ich angezogen bin, und du wirst sehen, dass die Leute auch dich lieben werden.“
Die Wahrheit befolgte diesen Rat und schmückte sich mit den Kleidern des Märchens.
Und seitdem gehen die Wahrheit und das Märchen zusammen, und sind bei den Menschen beliebt.
Israelisches Volksmärchen

Personale
Kompetenz
Soziale
Kompetenz
Musik und Lieder:
Hänsel und Gretel
Die Bremer Stadtmusikanten
Dornröschen
Ringlein, Ringlein
Die sieben Geißlein
Rumpelstilzchen
Wir sind die wohl bekannten
Lustigen Bremer Stadtmusikanten,
musizieren und marschieren in die große Stadt hinein,
denn in Bremen soll das Leben lustig sein.
Ia, wauwau, ia, wauwau, miau, kikrikie!
Esel:
Muss mich plagen, Säcke tragen,
und darf niemals müßig sein,
doch in Bremen soll das Leben lustig sein.
Hund:
Muss stets bellen, Räuber stellen
Und darf niemals schläfrig sein, doch …
Katze:
Muss mich plagen, ‚s Mäuslein jagen,
und wär es auch noch so klein, doch …
Hahn:
Muss mich schinden und verkünden
Schon den ersten Sonnenschein, doch …
Letzter Vers wie der erste …

Passend zum Thema werden die Gruppenräume umgestaltet. In der Bärchengruppe finden Sie das Dornröschenschloß mit der Rosenhecke, der Webstuhl , wo Dornröschen die Spindel finden wird, der Schloßturm wo sie später schlafen geht und viele Details aus anderen Märchen. Die Kätzchengruppe wird sich mit den Bremer Stadtmusikanten auseinander setzen. Hier gestalten die Kinder das Räuberhaus, die Skulptur der Bremer Stadtmusikanten, das Hexenhaus von Hänsel und Gretel. Die Herzen und Brezel für das Hexenhaus werden mir Eifer von den Kindern gemalt. Während der Arbeit singen die Kinder die Lieder und unterhalten sich welche Person sie am liebsten wären. Junge wie Mädchen hat eine Idee welches Kostüm sie zu Fasching tragen werden, denn unser Thema soll auch da “Märchen„ sein.
Sprache
Die Kinder lernen
mit Begeisterung neue Reime und Fingerspiele. Sie freuen sich die alten
Geschichten vorgelesen zu bekommen und fiebern den neuen Kindergartentag
entgegen. Was wird heute für eine Geschichte ausgesucht oder kenne ich
das schon von zu Hause und kann ich es den anderen Kindern erzählen.
Ayla hat z.B. ihren Lieblingsfilm „Rapunzel“ mitgebracht und am Freitag
haben wir unser eigenes Kino mit Beamer und Leinwand gestaltet-es fehlte
nur noch das Popcorn und die Eisverkäuferin.


Spiel: Hänsel und Gretel
Fingerspiel
Morgens früh um 6, kommt die kleine Hex
Morgens früh um 7, schabt sie gelbe Rüben,
morgens früh um 8 wird Kaffee gemacht.
Morgens früh um 9 ,geht sie in die Scheun,
morgens früh um 10, holt sie Holz und Spän,
feuert an um 11, kocht dann bis um 12
Fröschebein und Krebs und Fisch - hurtig Kinder kommt zu Tisch.
Ein Tischspruch , den alle Kinder lieben und der fast jeden Tag von den Kindern gewünscht wird!
Frau Holle
Die fett gedruckte Zeile wird gesprochen. Darunter steht in Klammern die Anleitung zu der jeweiligen Zeile.
Pille, Palle, Polle
(3 mal Klatschen)
im Himmel wohnt Frau Holle
(mit den Daumen zum Himmel zeigen)
Die schüttelt ihre Betten aus
(mit den Händen schütteln)
Da fallen viele Flöckchen raus.
(die Finger rieseln lassen)
Ticke, Tacke, Tocke
(3 mal Klatschen)
Da kommt ‘ne Riesenflocke
(mit beiden Händen einen großen Kreis formen)
Die setzt sich auf den Gartenzaun
(Hände ineinander legen)
Und will sich dort ein Häuschen baun.
(Dach mit den Händen formen)
Auch Rätzel sind spannende Sprachübungen: z.B.
Große Augen-großer Mund, Oma ist es nicht und auch kein Hund. Wer bin ich?
Im Märchen klatscht der Prinzessin Hand mich an die Wand 
Ein Haus aus süßem Zeug gebaut, naschen ist hier nicht erlaubt. Wie heißt das Märchen?
Hänsel und Gretel
oder eine Bildbetrachtung

Am liebsten mögen unsere Vorschulkinder aber das Theater spielen. Zum Thema üben die Vorschulkinder das Märchen: Der Wolf und die sieben Geißlein. Am Faschingstag werden sie es den Kindern präsentieren, sie sind mächtig stolz und einige sind sogar schon aufgeregt. Sie haben die Raumgestaltung, die Kostüme und die Texte sehr gut vorbereitet und freuen sich dabei sein zu dürfen.
Theaterprobe der Vorschulkinder: Der Wolf und die sieben Geißlein


Aber in welchem Monat findet unser schönes Thema statt: wann ist Fasching, denn „Märchen“ soll unser diesjähriges Motto zum Rosenmontag sein.
Wir legen unsere
Wetterkarten in die Mitte und vergleichen die Wetterkarten des jeweiligen
Monats. Die Kinder haben die Wetterkarte über 12 Monate geführt und können
jetzt genau sagen in welchen Jahreszeit wir uns befinden und was uns
erwartet. Was finden wir draußen-Schnee-Eis-Blumen oder was gibt es zu
entdecken. Wir haben viele Becherlupen, Thermometer, Mikroskop, Filter und
viele verschiedene Materialien um die Umgebung genau unter die Lupe zu
nehmen. Die Kinder nehmen unser Thema mit allen Sinnen wahr und es wird
ihnen schnell bewusst wie das eigene Wohlbefinden zusammenhängt. Gerne hören
sie das Märchen von Frau Holle die den Schnee auf die Erde fallen lässt.
Aber die schlauen „Füchse“ wissen genau Bescheid und lassen sich trotz
alledem verzaubern wenn der Schnee vom Himmel fällt.
Naturwissenschaft

Medienerziehung:
a. Medienkompetenz
b. Sachgerechter und verantwortlicher Umgang
c. Symbolverständnis
d. Kommunikationsmittel
Rapunzel- ein Zeichentrickfilm
Wir haben via Computer “You Tube“das Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein gespielt von anderen Kindern angeschaut. So hatten die Kinder ein Kinohighlight, allerdings hatten wir versäumt die Popcornmaschine einzusetzen. Das werden wir aber beim nächsten Mal unbedingt machen um die unvergesslichen Aromen mit einfließen zu lassen – Erlebnis mit allen Sinnen.
Wir setzen folgende elektronische Medien ein:
Kamera – zur Dokumentation
Video – als Kommunikationsmittel
Beamer – zur besseren Wahrnehmung
Film – zur Unterhaltung
CD-Player - Hörspiele
Verstärker – um alle Kinder erreichen zu können
Sonstige
Medien:
Bücher= Lesebücher und Bilderbücher
Märchenpuzzle
Märchenbausteinpuzzle anno 1960
Gesellschaftsspiel –Märchen erfinden
Memory
Bildbetrachtungen Das Dornröschenschloß
Bastelarbeiten:

z.B. der Froschkönig aus einem Stamm – Werken an der Holzbaustelle – gerade wurden auf dem Hof die Bäume gefällt

Geißlein aus Pappkarton
Künstlerische Aktion
Mobile Esel - Schneideübung
Jedes Kind kann mitarbeiten

Naturwolle kämmen und spinnen
Ausflug – Exkursion

In Verbindung mit
dem Märchen Sterntaler haben wir im Planetarium die Sternenbilder
betrachtet. Wir versuchen immer bei einem neuen Projekt auch einen
reizvollen Ausflug anzubieten. Diesmal war es bitterkalt aber die
Präsentation im Hamburger Planetarium hat die Kinder vollkommen fasziniert.


Der krönende Abschluss unseres Projektes ist das Faschingsfest am Rosenmontag. Wir haben mit den Eltern und den Mitarbeiterinnen ein wunderschönes Programm und ein
„gesundes internationales Buffet „
vorbereitet. Es gibt Burek Käse, Gemüseplatte, Frikadellen, asiatischer Nudelsalat, Sesamringe, Brezel und vieles mehr.

In der Turnhalle bieten wir Spielstationen an, wir erleben ein selbstgespieltes Märchen präsentiert von unseren Vorschulkindern, eine Schminkaktion und natürlich eine Präsentation der Kostüme auf unserem Laufsteg.


Bewegung
Tanzen zur Discomusik
Wettspiele
Körperkontakt genießen
Kräfte messen
Teamspiele
Lust an Bewegung
Welches Ziel haben wir verfolgt?
Märchen entdecken
Geborgenheit und Sicherheit erfahren
Etwas über die Symbolkraft von Märchen lernen
Zur Ruhe und Konzentration finden, Kraft und Lebensmut schöpfen
In andere Rollen schlüpfen
Sprache erleben und den Wortschatz erweitern
Kulturgut pflegen
-Fazit:
Es war wunderbar –
Kinder, Eltern und Mitarbeiterinnen konnten sich mit einbringen und ließen
sich verzaubern.
